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Geschichte

Im Jahr 1940 er√∂ffnete die Kolonie Fernheim einen zweij√§hrigen ¬ďP√§dagogischen Kurs¬Ē mit dem Ziel, eigene Lehrer f√ľr die deutschsprachigen Primarschulen auszubilden. Nach den Anf√§ngen unter der Leitung von Dr. Fritz Kliewer und seiner Frau Margarethe gab es in den ersten 15 Jahren einige Unterbrechungen wegen sozialpolitischen Auseinandersetzungen und dann auch wegen Lehrermangel. Seit 1955 aber werden am Institut ununterbrochen und gem√§√ü unserem Auftrag Deutschlehrer f√ľr Paraguay ausgebildet.

1963 erh√§lt die Institution den Namen ¬ďLehrerseminar¬Ē und wird seit 1964 von Deutschland finanziell unterst√ľtzt.

Im Jahr 1971 bilden die 5 Mennonitenkolonien Menno, Fernheim, Neuland, Friesland und Volendam die ¬ďAllgemeine Schulbeh√∂rde¬Ē. Diese Beh√∂rde √ľbernimmt die Tr√§gerschaft des Lehrerseminars von der Kolonie Fernheim.

Die staatliche Anerkennung als ¬ďInstituto Privado de Formaci√≥n Docente en Filadelfia¬Ē auf terti√§rer Ebene erfolgt durch die Resolution Nr. 794 vom 20. Juni 1974.

Im Jahr 2003 wird der Name der Institution in Deutsch neu formuliert. Das spanische ¬ďInstituto de Formaci√≥n Docente de las Colonias Menonitas del Paraguay¬Ē erh√§lt zus√§tzlich die deutsche Bezeichnung ¬ďInstitut f√ľr Lehrerbildung der Mennonitenkolonien in Paraguay¬Ē.

Im Jahr 2010 erhält das Institut den Status als Filiale der Universidad Evangélica del Paraguay. Schon vorher anerkannte die UEP die Lehrerausbildung als Teil der Licenciatura en Ciencias de la Educación. Jetzt besteht die Möglichkeit, am Institut in zwei weiteren Jahren die Licenciatura abzuschließen.

Die Aufgabe der Lehreraus- und -fortbildung ist und bleibt eine wichtige Herausforderung der mennonitischen Tr√§gerschaft in Zusammenarbeit mit dem paraguayischen Ministerio de Educaci√≥n y Cultura (MEC) und dem Bundesverwaltungsamt (BVA) aus Deutschland √ľber die Zentralstelle f√ľr das Auslandsschulwesen (ZfA) in K√∂ln.

Als die Mennoniten im Jahre 1940 die Lehrerausbildung mit dem ¬ĄP√§dagogischen Kursus¬ď begannen, ging es um ¬Ąeigene Lehrer¬ď f√ľr die ¬Ąeigenen Schulen¬ď. Das taten sie nach einem Modell, das sie aus ihren Siedlungen in S√ľdrussland kannten. Obwohl im Laufe der Jahre die Integrationsbestrebungen und die Zusammenarbeit mit Deutschland vieles am Konzept ver√§ndert haben, paraguayische Studienpl√§ne und aktuelle deutsche P√§dagogik in das Lehrprogramm integriert und auch andere deutsche Siedlergemeinschaften ber√ľcksichtigt wurden, ist doch nach wie vor das Bestreben da, durch die Lehrerausbildung zur kulturellen Eigenst√§ndigkeit und Erhaltung religi√∂ser Werte beizutragen. Eine gute Lehrerausbildung und eigene Privatschulen garantieren weitgehend diesen besonderen ¬Ąway of life¬ď der Mennoniten.

 
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